Umzug
Im letzten Sommer rief meine Schwester an um zu fragen, ob wir ihr und ihrem neuen Freund beim Umzug helfen könnten. Sie hatten endlich nach langem Suchen in einem Nachbarort ein passendes Haus gefunden und brauchten nur noch ein paar kräftige Helfer die mit anpacken konnten. Also, ich muss ganz ehrlich zugeben, dass mir im ersten Moment der Gedanke Möbel und diverse Umzugskartons schleppen zu müssen nicht sonderlich behagte. Wusste ich doch nur zu genau, dass ich bei solchen Gelegenheiten meistens hinterher einige Tage mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte. Aber ich konnte meine Schwester nun mal nicht im Stich lassen, also sagte ich zu. Der Umzug sollte an einem Wochenende stattfinden an dem alle Helfer Zeit hatten und pünktlich am Samstagmorgen standen auch alle vor der alten Wohnung. Ich hatte auch meinen Schwager gebeten zu kommen, er war so eine Art Allroundbastler und es gab fast keine Arbeiten, mit denen er nicht fertig wurde. Meine Schwester hatte sogar schon einen kleinen Lieferwagen organisiert, in dem wir das ganze Umzugsgut transportieren konnten. Aber vorher stand noch die schwierigste Arbeit an. Die ganze alte Küchenzeile musste noch abgebaut werden und weil das eine ziemlich knifflige Aufgabe war, ließen wir das meinen Schwager erledigen. In einem anderen Raum waren die Frauen unterdessen damit beschäftigt, die zerbrechlichen Gläser und Teller sorgsam in Zeitungspapier einzuwickeln, um sie dann in die Umzugskartons zu verpacken. Die übrigen Männer verstauten derweil die ersten Möbel und Kartons in den Transporter. Alle waren mit Freunde und Elan dabei und nach zirka zwei Stunden war das Fahrzeug soweit voll, dass meine Schwester und ihr Freund mit der ersten Ladung losfahren konnten. Wir schafften es tatsächlich an diesem Samstag alles aus der alten Wohnung auszuräumen und in das neue Haus zu bringen. Am Sonntag bauten wir dort wieder alles auf, nur bei der Küchenzeile hatte sich meine Schwester doch etwas vermessen. Sie passte nicht mehr ganz genau in die neue Küche, aber mit einigen gewagten Konstruktionsvorschlägen machte mein Schwager sie dann doch zuletzt passend. Gegen Abend wurden wir dann endlich mit allem fertig und die meisten waren auch schon ziemlich müde und mit ihren Kräften am Ende. Aber Gott sei Dank hatte der Freund meiner Schwester für kühles Bier gesorgt, die Frauen hatten Kartoffelsalat mit heißen Würstchen organisiert und so feierten wir die erste Einweihung des neuen Hauses.
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