Richtig flirten will gelernt sein
Es gibt kaum Unterhaltsameres als Männern und Frauen beim Flirten etwa auf einer privaten Party oder einer großen Volksfeier zuzusehen. Wer in festen Händen ist und solche Rituale beobachtet, erkennt sich und den eigenen Partner meist sehr schnell in den liebreizenden Balzversuchen auf beiden Seiten, richtig flirten ist eben eine Sache für sich. Wie die frau versucht, dem Mann ein wenig nach dem Mund zu reden, denn angeblich mag sie ja auch Fußball und findet es voll okay, wenn er am Wochenende mit den Freunden auf die Rolle geht. Und der Mann, der liebt gemütliche Zweisamkeit beim gemeinsamen DVD-Abend. Wer selbst in einer Beziehung steckt, muss in solchen Momenten fast zwangsläufig schmunzeln, weil er oder sie genau weiß, wie es später nach dem gegenseitigen Beschnuppern aussieht. Er würde lieber doch weggehen abends nach der Arbeit und sie würde viel lieber am Wochenende mit ihrem Schatz zum Einkaufen in die Fußgängerzone, anstatt ihn mit den Jungs um die Häuser ziehen zu lassen.
Wer weiß, was er da so alles anstellt und vor allem mit wem. Warum kann richtig flirten nicht auch bedeuten, direkt von Anfang an mit offenen Karten zu spielen? Weil man unbedingt Idealvorstellungen aufrecht erhalten will, die später wie ein Kartenhaus einstürzen werden? Vielleicht sollten Mann und Frau doch die Redenwendung etwas öfter beherzigen, dass gerade Gegensätze sich anziehen. Mit etwas Glück und einem charmanten Lächeln auf den Lippen wissen dann nämlich beide Seiten, was sie erwarten wird, ohne dass am Ende einer enttäuscht sein muss. Kompromisse sind eben ein wichtiger Teil des Lebens.
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