Fördertechnik - Was ist das?
Als Förderanlagen oder Fördermittel benennt man Maschinen und ganze Anlagen, die zur Förderung von Fördergütern benutzt werden. Die einzelnen Anlagen lassen sich nach der Gattung des Förderguts unterteilen in Förderer für sog. Stückgut (z. B. Kisten) und Förderer für Schüttgut (z. B. Kohle). Noch andere Aufteilungen teilen Stetig- und Unstetigförderer oder auch Förderer für Stückgüter nach baulichen Gesichtspunkten.
Im Bergbau nennt man die Gesamtheit der Anlagen, welche der Förderung von Kohle, Erz, Salz oder Erdöl dienen, Förderanlagen. Hierzu zählen zunächst die eigentlichen Maschinen (Lifte, Bänder, etc.) und dann auch zugehörige Bauten wie die Minen selbst, Schienen, Fördertürme und auch Förderkörbe. Zum Teil wird auch anstatt der Bezeichnungen Grube, Zeche oder Bergwerk, der Name Förderanlage angewendet.
Die Fördertechnik (FT abgekürzt) ist eine Teildisziplin des Maschinenbauwesens. Sie beschäftigt sich mit der Konzeption und der Errichtung von Anlagen zum Fördern.
Unter dem Namen Fördertechnik versteht man erst mal die tatsächliche Technik (Förderanlagen im weitesten Sinne inkl. der Lagertechnik), aber zusätzlich die Gestaltung des Prozesses beim Betrieb der Anlagen.
Zu dem Gebiet Fördertechnik zählt also alles das, was mit den Aufgaben oder Prozessen von Transport, Umschlag oder Lager beschäftigt ist. Und dieses durchaus nicht nur in technischer sondern natürlich auch in ökonomischer Richtung.
Im Unterschied zur Verkehrstechnik, welche sich mit der weiträumigen Verschickung befasst, behandelt die Fördertechnik den Hin- und Hertransport von Waren in abgegrenzten Bereichen eines Betriebes wie beispielsweise in Häfen, auf Flughäfen, im Bergwerk oder aber auch in Industriebetrieben, innerhalb der Fertigung und im Lager.
Weiter werden zur Fördertechnik die betriebsinternen Beförderungssysteme gezählt. Hierzu gehören sog. Stetigförderer wie Rollenbahnen, und auch Unstetigförderer wie von Personen betriebene sog. Flurförderzeuge z. B. Gabelstapler.
Zuführtechnik ist der Oberbegriff für alle technischen Einrichtungen, welche innerhalb der industriellen Fertigung eingesetzt werden, um Material oder Teilstücke an die Stelle zu liefern, wo sie weiterverarbeitet oder in größere Strukturen eingebunden werden.
Zu dem Bereich Zuführtechnik zählen Anlagen zum Sortieren, Tragen und Vereinzeln von Produkten.
Das Förderband (auch als Bandförderer, Gurtbandförderer oder Gurtförderer bekannt) ist eine an einem Ort stehende Förderanlage. Der Fördergurt, das entscheidendeste Element der Gurtbandförderer, ist ein endloses, auf Tragrollen oder Gleitbahnen herumlaufendes Band, welches als Trag- und parallel als Zugmittel dient. Es wird durch den sog. Reibschluss (Übertragung der Kraft durch Reibung) einer oder mehrerer Antriebstrommeln betrieben. Das Förderband wird sowohl für Schüttgüter (z.B. Erz) als auch für Stückgüter (Pakete) verwendet. Es ist neben Rollenförderern und Rollenbahnen der am häufigsten gebrauchte mechanische Stetigförderer.
Text: Alexander Koch-kochal[ät]gmx[punkt]de
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