Adolf geht, Benedikt kommt: Vornamen und ihre Bedeutung
Maria ist die “Widerspenstige”. Ursula die “kleine Bärin”. Und Aina ist “die Einzige”, wobei das auch schon der Grund sein dürfte, weshalb dieser Vorname in Deutschland keine große Rolle spielt und nicht so oft zu finden ist. Die Namensfindung ist für viele (werdende) Eltern die erste intensive Auseinandersetzung mit dem entstehenden Leben und ihrem künftigen Zögling. Die Namens Bedeutung spielt dabei eine zentrale Rolle. Weshalb führt Leon (oder bei Mädchen wahlweise Leonie) seit Jahren die Vornamens-Hitliste in Deutschland an? Weil sich viele Eltern für ihr Kind die Kraft, den Mut und die Ausdauer eines Löwen wünschen. Was macht Anna so beliebt? Der Name steht für die typisch weiblichen Attribute Anmut und Liebreiz. Und weshalb sind Jungen Vornamen wie Felix seit 100 Jahren ein “Renner”? Weil sein Namensträger quasi Fruchtbarkeit und Glück ins Stammbuch geschrieben bekommt. Die Liste ist lang, aber endlich; im Prinzip fallen die Deutschen immer wieder auf dieselben Vornamen zurück - wobei der Zeitgeist gelegentlich für Ausreißer sorgt. So war bis 1944 Adolf (Bedeutung: “Edler Krieger”) ein gängiger deutscher Vorname - und ist nach dem Krieg konsequenterweise weitgehend aus den Namenslisten verschwunden. Zunehmender Popularität erfreut sich dafür seit 2005 der gute, alte Benedikt (”Der Gesegnete”) - wenn auch meist nur als zweiter Vorname im katholischen Bayern…
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